| Saarland heißt entspannen und wohlfühlen
Im Dreiländereck Deutschland - Frankreich - Luxemburg gelegen, ist das Saarland heute Brücke zu den europäischen Nachbarn. Die Nähe Frankreichs hat nicht unerheblichen Einfluss auf Lebensart, Essen und Trinken. Landschaftlich erweist sich das Saarland mit seinem milden Mittelgebirgsklima abwechslungsreich und interessant. Neben großen Waldgebieten ist vor allem für den Norden welliges Hügelland charakteristisch, das sich an den südlichen Hunsrück anschließt.
Namensgeber und Lebensader des Landes ist die Saar, deren zunächst weites Tal sich ab Merzig verengt. Bei Mettlach durchbricht der Fluss die Hochwaldbarriere und strebt in immer neuen Windungen der Mosel zu. Am eindrucksvollsten ist die 7 km lange Saarschleife bei Mettlach. Diese geologische und landschaftliche Besonderheit des Flusses, der sich in Jahrmillionen in den Fels eingegraben hat, ist das Wahrzeichen des Saarlandes.
Historische Kostbarkeiten des Saarlandes
Möchte man in Saarland Kultur und Historie erleben, dann heißt es einzutauchen in die Lebenswirklichkeit des Römischen Reiches. Die Römische Villa in Borg, ein 7,5 Hektar großer Gutshof, lässt die Vergangenheit wieder auferstehen. Eindrucksvolle Einsichten in das antike Badewesen bietet das römische Villenbad, das liebevoll und originalgetreu restauriert wurde. In der angeschlossenen römischen Taverne bereiten Köche nach alten römischen Rezepten von Feinschmecker Apicius schmackhafte Speisen zu.
Etliche Funde und Ausgrabungsstätte weisen auf eine gallo-römische Vergangenheit des Saarlandes hin. Dem mächtigen, römischen Imperator Julius Cäsar gelang es im ersten Jahrhundert vor Christus das gesamte Gallien und somit auch das heutige Saarland zu erobern. Wer das nicht glaubt, kann sich bei einem Besuch im römischen Freilichtmuseum in Homburg-Schwarzenacker selbst davon überzeugen. 2000 Jahre alte römische Wohnkultur gilt es hier zu bewundern. In Perl-Nennig wurde bei Ausgrabungen der schönste, größte und vollständig erhaltene Mosaikfußboden nördlich der Alpen gefunden. Etwa drei Millionen Steinchen ergeben auf einer Größe von 10 x 15 m die Ansicht eines berauschenden römischen Jagdszenarios.
Bei Blieskastel steht ein wesentlich älterer Zeitzeuge des Landes. Mit knapp 4000 Jahren bewegter Geschichte auf dem Buckel ist der Gollenstein, ein Menhir aus der jüngsten Steinzeit, mit seinen sieben Metern der höchste Menhir Europas. Zu Beginn des 2. Weltkriegs wurde der Stein "zur Vermeidung eines gegnerischen Zielpunkts" von der deutschen Wehrmacht umgelegt und zerbrach dabei in vier Teile. Erst 1951 wurde der Gollenstein wieder in seine ursprüngliche Form gebracht. Archäologie live erleben kann man auch im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim. Das deutsch-französische Projekt hat mittlerweile die Spuren einer ganzen gallo -römischen Kleinstadt zu Tage gefördert. Kulturelle Großtaten wurden übrigens nicht nur von den Römern vollbracht, das beweist zumindest der Ringwall in Nonnweiler-Otzenhausen. Der 2 km lange und bis zu 12 m hohe Hunnenring ist ein zu Stein gewordenes Relikt mit keltischen Wurzeln.
Weg von der Antike, hin zu Gauklern und Rittersleuten. Wie faszinierend das Mittelalter wirklich war, kann man im Saarland erleben. Ideal für einen Ausflug in die Zeit der Raubritter und Burgfräulein ist zum Beispiel die Gemeinde Kirkel. Das Dorf lebt und atmet Mittelalter und lässt diese längst vergangene Zeit mehrmals im Jahr mit Hilfe von Ritterspielen wieder auferstehen. Oder Sie besuchen die Burgruinen Siersburg, die über den Niedtalgemeinden der Großgemeinde Rehlingen-Siersburg thront und die Burg Montclair, auf einem Bergrücken an der Saar bei Mettlach gelegen - beides romantische Zeitzeugen einer bewegten Vergangenheit.
Die Saarländer feiern gerne, die zahlreichen Brauchtumsfeste und -märkte haben ihren Höhepunkt in der Freiluftsaison: die Saarlouiser Woche mit Emmes (Pfingsten), das Webenheimer Bauernfest (Anfang Juli), das Saarbrücker Altstadtfest (Juni/Juli) oder das Merziger Viezfest (Anfang Oktober) locken in jedem Jahr zahlreiche Besucher aus nah und fern.
Wandertipp 01- Der Saarland-Rundwanderweg (273 Kilometer)
Die Königsdisziplin: Der Saarland-Rundwanderweg mit einer Länge von 273 Kilometern führt von Saarbrücken durch das Saarland zurück nach Saarbrücken. Auf dem Weg liegen die schönsten Bauwerke, Kulturdenkmäler, Museen und Ausgrabungen, die das kleinste Bundesland zu bieten hat. Am meisten wird der Wanderer jedoch von der Landschaft beeindruckt sein. Im Norden geht es durch den saarländischen Teil des Hochwaldes.Die Routen verlaufen hier auf einer Höhe von bis zu 500 Metern ü.M. In der südwestlichen Verlängerung des Hochwaldes liegt die berühmte Saarschleife, eines der Wahrzeichen des Landes. Eine offene Landschaft mit wunderschöner Fernsicht erwartet den Naturfreund im lothringisch-pfälzischen Schichtstufenland mit Mosel, Saar- und Bliesgau. Rund um Nennig und Perl dreht sich alles um den Weinbau, im Saar- und Bliesgau bestimmen Wiesen, Felder und Obstbäume die Landschaft. Wer von der saarländischen Landschaft nicht genug bekommen kann, dem seien hier noch zwei Wanderungen empfohlen, die sich an den Saarland-Rundwanderweg anschließen: die 42 Kilometer lange "Moselgau-Schleife" und die 62 Kilometer lange "Bliesgau-Schleife".
Wandertipp 02- Der Planetenwanderweg (13 Kilometer)
Der Planetenwanderweg: Inmitten der herrlichen Hochwaldlandschaft im heilklimatischen Kurort Nonnweiler liegt der der 96,4 Hektar große See der Primstalsperre. Auf einer Länge von 13 Kilometern führt der Rundweg mit Schutzhütten um den fjordartigen See. Als besondere Attraktion für Wanderer gilt der Planetenwanderweg, der Darstellungen und Beschreibungen der einzelnen Planeten zeigt. Die intergalaktische Wanderung beginnt auf dem Staudamm mit Modellen von Merkur, Venus, der Erde, zeigt unterwegs Mars, Saturn, Uranus und endet mit Neptun und Pluto, dem letzten Planeten unseres Systems. Lohnenswert ist bei dieser Wanderung auf jeden Fall ein Abstecher zum "Ringwall von Otzenhausen".
1. Der Saarland-Radweg (254 Km)
Auf diesem Rundweg können sie das Saarland in seiner ganzen Vielfalt entdecken. Mit 354 Kilometern Länge ist er gleichzeitig "ein starkes Stück" für Radlerbeine. Aber in einzelnen Etappen lässt sich die Route prima geniessen! Geradelt wird von Saarbrücken an der Saar bis nach Saargemünd in Frankreich. Weiter geht es über Reinheim auf einer stillgelegten Bahnstrecke durch das Bliestal, entlang den idyllischen Dörfern des Ostertals, auf den Peterberg und an den Bostalsee. Durch den Hochwald wird über Weiskirchen, Losheim am See bis nach Mettlach geradelt.
Der Weg führt nun in eine neue Region, die ihren eigenen unverwechselbaren Charakter besitzt: Das Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Über Nennig führt die Tour an der Mosel nach Perl, der einzigen saarländischen Weinbaugemeinde. Nach dem kurzen Abstecher ins Dreiländereck beeindruckt der Saargau mit seinen Streuobstwiesen den Radler. Hinab durch den Warndt-Wald bis zum Weltkulturerbe Völklinger Hütte geht es dann wieder auf dem Saar - Radweg nach Saarbrücken.
Länge: 354 km
Schwierigkeitsgrad: leicht bis anspruchsvoll
Start / Ziel: verschiedene Einstiegspunkte
2. Saar-Radweg (80 km)
Eine familienfreundliche Tour ist die Flussroute entlang der Saar. Vom rheinland-pfälzischen Konzatant aus, wo Saar und Mosel und damit auch die gleichnamigen Radwege "zusammenfließen", bis ins französische Saargemünd, ist die Tour ideal für alle, die gerne gemütlich auf dem Rad unterwegs sind. Zu sehen gibt es zudem einiges: Erlebniswelt von Villeroy& Boch in Mettlach, das weltbekannte Wolffreigehege von Werner Freund in Merzig, die vom Sonnenkönig Ludwig XIV erbauten Festungsstadt Saarlouis, das Weltkulturerbe Völklinger Hütte und die Landeshauptstadt Saarbrücken. Die Nord-Süd-Achse entlang der Saar lässt sich sehr gut mit allen Radwegen des SaarRadlandes verknüpfen.
Länge: ca.80 km
Schwierigkeitsgrad: leicht
Start / Ziel: verschiedene Einstiegspunkte
Transversale
3. Saar-Nahe-Höhen-Radweg (72 Km)
Diese landschaftlich reizvolle Nord-Süd-Verbindung lässt sich mit der Nordpassage des Saarland-Radweges und dem Saar-Radweg gut zu einer mehrtägigen Rundtour kombinieren. Für sportlich ambitionierte Radfahrer eignet sich die Strecke auch als "stramme" Tagestour. Am Ziel erwartet den Radler ein Bad im herrlich erfrischenden Gewässer des Bostalsees.
Länge: 72 km
Schwierigkeitsgrad: mittel bis anspruchsvoll
Start / Ziel: verschiedene Einstiegspunkte
Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung durch:
Tourismus Zentrale Saarland
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