HAMBURG TOR ZUR WELT
Pulsierende Metropole für 1,7 Millionen Hanseten, Attraktion für
täglich 150.000 Touristen das ist die mehr als 1.000 Jahre alte Hansestadt
Hamburg. Vom Turm des "Michel", der Haupkirche St. Michaelis
bekommt man einen Eindruck von der Elbe-Seite. Der Hamburger Fernsehturm, der sogenannte "Tele-Michel", hat seine Aussichtsplattform seit Januar 2001 geschlossen. Vorher konnte man von hier aus seinen Blick weit über Alster und Elbe schweifen lassen. Hafenstadt, Industriestandort,
Medien Metropole keine Stadt der Bundesrepublik ist so vielseitig. Hier
entsteht beim NDR in Lokstedt täglich die Tagesschau. Von den 20
größten Publikumszeitschriften Deutschlands erscheinen 14 in
Hamburg. Fast alle großen Verlagshäuser sind hier angesiedelt.
Der Reichtum der hanseatischen Kaufleute hat die Stadt groß gemacht.
Daran erinnern das sehenswerte, prunkvolle Rathaus, die Börse, die
Speicherstadt, das Deichstraßen Viertel und viele traditionelle
KontorHäuser. Trotz aller Traditionen ist Hamburg eine junge Stadt
geblieben. Das macht sich vor allem in dem 200 Jahre alten Stadtteil St.
Pauli bemerkbar. Langezeit als Hochburg der Prostitution einseitig abgestempelt,
hat er in den vergangenen Jahren deutlich an Attraktivität gewonnen.
ST. PAULI - MEHR ALS NUR SÜNDIGE MEILE
Ein Hamburg Aufenthalt ohne Reeperbahn Bummel ist wie Suppe ohne Salz. Das meinen die meisten Gäste der Hansestadt. Tagsüber wirkt die 600 Meter lange Reeperbahn ruhig und gar nicht verrucht. 35 000 Menschen wohnen hier und in den Seitenstraßen des 2,5 Quadratkilometer großen Stadtteils. Mehr als 50 Prozent sind Ausländer. Am späten Vormittag haben die Schönen der Nacht ausgeschlafen und treffen sich zum Frühstück im "Taubenschlag" an der Taubenstraße. Das Leben beginnt auf der sündigen Meile mit Einbruch der Dunkelheit. Dann erstrahlen die Fassaden im grellen Neonlicht. Von neun Uhr abends bis vier Uhr früh stehen im Sperrbezirk die Damen vom Kiez, gleich gegenüber der "Davidwache", dem berühmten Polizeirevier von St. Pauli gehen sie ihrem Gewerbe nach. Das neue St. Pauli, wo sich die jungen Leute in vielen Clubs, Cafés und Kneipen die Tür in die Hand geben, liegt am Spielbudenplatz, der anderen Straßenseite der Reeperbahn. Schmidt, Schmidt‘s Tivoli oder das Erotic Art Museum sind die kulturellen Symbole des neuen Kiez.
MUSICALS UND KLEINE THEATER
Hamburg als Musicalmetropole stellt seine Broadway-Qualität wieder unter Beweis. Das Musical Vergnügen der 70er und 80er mit den weltbekannten ABBA-Songs „MAMMA MIA“ läuft seit 2003 im Operettenhaus auf der Reeperbahn und reißt die Zuschauer von den Sitzen und zu Begeister ungsstürmen hin. Auch Hamburgs älteste Spielstätte, das 150 Jahre alte St. PauliTheater, hat sich auf das junge Publikum eingestellt. Neben kleinen Musical Inszenierungen sind hier, wie im Theater am Holstenwall, immer wieder junges Theater zu sehen. Das gilt für die "Basilika" in Altona ebenso wie für die KampnagelFabrik auf dem Uhlenhorst. Hamburgs MusicalAttraktion Nummer eins befindet sich im großen Mobiltheater, direkt am Elbstrom, mitten im Hamburger Hafen – Disneys DER KÖNIG DER LÖWEN. Das weltweit erfolgreichste Musical entführt mit seinen pulsierenden Rhythmen Afrikas in eine unvergleichliche Welt und ist ein musikalisch phantastisches Erlebnis.
KNEIPEN UND DISCO SZENE
SzeneKneipen und Discos gibt es in vielen Stadtteilen. Ob in Eppendorf, Altona, Ottensen oder Eimsbüttel mal ist diese Kneipe, mal jene "in". Wo zurzeit richtig was los ist, erfährt man am besten von Gleichaltrigen, denn wo gestern noch Highlife war, ist vielleicht heute schon tote Hose. Übrigens: Keine Bange beim Fragen. Die Hamburger gelten zwar als kühl, wenn sich aber jemand für ihre SzeneKultur interessiert, tauen sie sehr schnell auf. Nicht so der Mode unterworfen sind die SzeneKneipen am Großneumarkt und in den Seitenstraßen. Die Auswahl lässt sich leicht nach dem Sound und der Inneneinrichtung treffen.
HAFENRAND IST NICHT NUR HAFENSTRASSE
Wie die Reeperbahn, so ist der Hafen für jeden Hamburg Besucher ein Muss. Wer ihn richtig erleben will, muss ihn zu Fuß erobern. Nach einem Bummel durch die historische Deichstraße eröffnet sich der Blick auf die schöne Fassade der alten Kontorhäuser in der Speicherstadt, wo es nach Kaffee, Kakao und Gewürzen riecht. Mit einer der vielen Hafenbarkassen lässt sich dieser Teil der Stadt bestens vom Wasser aus erkunden. Mit den redegewandten Kapitänen, die "He lücht" (er lügt) heißen, weil sie ganz gerne mal übertreiben, wird die Fahrt sicher zum Vergnügen. Nach dem Besuch der Speicherstadt fahren die Barkassen vorbei an den sehenswerten Museumsschiffen "Cap San Diego" und "Rickmer Rickmers" in die großen Hafenbecken. Zum Greifen nah kommen sie an die ContainerRiesen heran, die im ContainerTerminal beund entladen werden. Mit ein bisschen Glück ist auch gerade wieder ein Frachter oder ein Passagierschiff im Trockendock, gleich gegenüber den Landungsbrücken.
AN DER ELBE ENTLANG NACH BLANKENESE
Am Fuß des Elbhangs entlang lässt es sich mit Blick auf den Fluss und den Hafen geruhsam wandern. Die alten Kapitänshäuser, an denen der Elbwanderweg vorbeiführt, sind von der Elbchaussee aus nur über Treppen zu erreichen. Ausgedehnte Parks flankieren den Weg. Richtig urig wird es in Blankenese. Der gesamte alte Teil des Ortes liegt am Elbhang. Treppen und kleine Stege schaffen die Verbindung von Haus zu Haus und zu den wenigen Straßen. Wer im Treppenviertel wohnt, hat das Vergnügen des ungetrübten Elbblicks. Touristen erschließt er sich von zahlreichen Gaststätten am Fuß des Hangs oder vom Fähranleger aus.
JOGGING IM STADTPARK UND UM DIE ALSTER
Bewegung ist "in". Das merkt der Besucher des Stadtparks, der vielleicht gerade aus der Sternwarte, dem Planetrium, kommt. Besonders viele Jogger tummeln sich hier auf allen Wegen am frühen Morgen und nach Büroschluss. Gar mancher BüroSchaffende aus der nahen CityNord zieht erst noch einmal ungestört seine Runden, bevor er wieder nach Hause fährt. Anders der AlsterJogger. Er möchte sehen und gesehen werden. Er kann das schöne Alsterpanorama genießen, samt Segelbooten und Schwänen.
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